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Von glücklich verliebten Menschen hört man immer wieder den Satz: „Wir haben so viel gemeinsam". Doch sind Gemeinsamkeiten für eine gute Beziehung wirklich notwendig? Zunächst muss man klären, was unter Gemeinsamkeit überhaupt zu verstehen ist. Es gibt zum Einen die emotionalen Gemeinsamkeiten, also gleiche Gefühle, gleiche Ansichten über bestimmte Dinge und vieles mehr. Auf der anderen Seite gibt es Gemeinsamkeiten wie beispielsweise gleiche Hobbys, ein gleicher Freundeskreis oder ähnliches.
Wichtig ist für eine gute Partnerschaft, dass insbesondere im emotionalen Bereich Gemeinsamkeiten bestehen. Die anderen Gemeinsamkeiten sind dagegen eher weniger wichtig. Partner können unterschiedliche Hobbys und eventuell auch einen unterschiedlichen Freundeskreis haben. Bei den emotionalen Gemeinsamkeiten dagegen hat ein Paar kaum eine Chance, wenn diese nicht zumindest zu einem beachtlichen Teil übereinstimmen.
Nehmen wir ein klassisches Beispiel: die Treue. Wenn ein Partner in einer Beziehung der Meinung ist, dass Treue für ihn nicht so wichtig ist, der andere Partner aber Treue für das wichtigste Elemente einer guten Beziehung hält, so wird diese über kurz oder lang in die Brüche gehen. Gleiches gilt, wenn ein Partner der Meinung ist, nichts für eine intakte Beziehung tun zu müssen, der andere sich aber ständig darum bemüht. Wie wir bereits erfahren haben, ist Einseitigkeit in einer Beziehung immer über kurz oder lang quasi ein Todesurteil.
Natürlich ist es schön, wenn beide Partner viele Gemeinsamkeiten - in allen Bereichen - haben. Dabei muss jedoch darauf geachtet werden, dass jeder Partner in der Beziehung immer noch ein Individuum bleibt und sich der Eine nicht ohne den Anderen nur noch wie ein halber Mensch fühlt. Das führt fast immer zu Problemen und kann letztendlich sogar eine Beziehung zerstören.
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